“Froher Sinn und Freude sollen in unserer Schule spürbar sein. Mit Menschlichkeit und Humor wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler durch ihre Volksschulzeit begleiten. Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, sinnvolle Regeln einzuhalten und wertschätzenden Umgang miteinander zu pflegen sind uns wichtige Anliegen. Lernen in vielfacher Hinsicht, sich etwas zutrauen können und eigene Ideen haben dürfen – das alles soll Freude und Selbstbewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler stärken. Geduld und Verständnis füreinander mögen gute Wegbegleiter auf unserem Weg des gemeinsamen Lernens sein!”
Die Volksschule Eichgraben und die Mittelschule Eichgraben - Maria Anzbach teilen sich ein Schulgebäude. Vor über 100 Jahren als "Kaiser-Franz-Josef"-Schule am jetzigen Standort errichtet, wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und erweitert. Vor einigen Jahren wurde dann klar, dass es einer weiteren Vergrößerung bedarf – aufgrund des regen Zuzugs vor allem junger Familien wurde sie einfach zu klein. So begann im Jahr 2016 der Planungsprozess für die Sanierung und Erweiterung unseres Schulgebäudes.
Aber es sollte nicht nur ein weiterer Zubau erfolgen, sondern mehr Raum für Kinder entstehen, ein offener Platz des Lernens, Musizierens und Spielens. Schließlich sind auch Musikschule und Nachmittagsbetreuung wichtige Teile unserer Schulen. Eine Delegation aus Mitgliedern des Gemeinderates, Vertretern der Schulen, des Elternvereins und der Gemeindeverwaltung besuchte ausgezeichnete Schulprojekte in ganz Niederösterreich. Wir veranstalteten Informationsabende, banden die LehrerInnen, Eltern und Bevölkerung in abendlichen Diskussionen ein und starteten dann mit den Ergebnissen dieses langen Planungsprozesses einen Architekturwettbewerb. Das Architekturbüro „Franz & Sue“ konnte mit seinem Entwurf die Jury einstimmig überzeugen.
Das alte Gebäude wurde um einen Zubau an der Vorderseite aus Holz und Glas erweitert. Volks- und Mittelschule erhielten jeweils einen eignen Eingang und neue Klassenzimmeraufteilungen. Darüber hinaus wurden die Schulen barrierefrei. Im hinteren Bereich entstand mit einer Aula das Herzstück des Projektes. Die Aula wird nicht nur für die Nachmittagskinder genutzt, sondern dient nun als wunderbarer Raum für Musik, Theater, Lernen und Kommunikation.
Der ganze Ort hat mitgeholfen, um das Projekt während des laufenden Schulbetriebs umzusetzen. Die Kinder und das Schulteam zeigten hier große Flexibilität – Mittagessen bei der Feuerwehr oder beim Sportplatz, Nachmittagsbetreuung in unseren beiden Pfarrheimen, im Fuhrwerkerhaus und im Gemeindezentrum. Ohne eine perfekte Organisation – angeleitet von Frau Dir. Monika Sieglreithmaier und Dir. Mag. Helmut PETER und mit tatkräftiger Unterstützung des Schulteams unter Oberschulwart Michael Herzig – wäre all dies in der Form nicht möglich gewesen. Auch die Nachbarschaft hat nicht nur Geduld und Verständnis gezeigt, sondern in vielen Bereichen auch großartig unterstützt.
“Die Qualität unserer Bildungseinrichtungen ist uns ein ganz großes Anliegen. Im Zusammenwirken aller Beteiligten haben wir nun ein Schulgebäude, das ein inspirierender Raum für unsere Schülerinnen und Schüler sein wird.”
Bürgermeister Dr. Martin Michalitsch